3DLAC Stick 80 ml – Haftstift für 3D-Druck
Beschreibung
Der 3DLAC Stick 80 ml ist ein Haftmittel für das Druckbett im FDM-3D-Druck. Er hält gedruckte Teile während des gesamten Drucks auf der Druckplatte fest und soll laut Hersteller Fehler wie Verzug an den Ecken verhindern. Trotz des Namens ist der Stick kein fester Klebestift. Das Haftmittel ist flüssig und steckt in einer 80-ml-Flasche mit Schwammapplikator. Du drehst die Flasche um, drückst den Applikator kurz auf das Druckbett und verteilst eine dünne Schicht. Laut Datenblatt ist die Schicht nach 15 Sekunden berührtrocken und nach 45 Sekunden vollständig trocken. Eine Schicht ist etwa 15 µm dick. Die Formel ist laut Hersteller alkoholfrei, Rückstände entfernst du mit Wasser. Als passende Filamente nennt der Hersteller PLA, ABS und PETG. Hergestellt wird der Stick in Spanien von Laboratorios 3D Print S.L. Beim Filamentkontor bekommst du den 3DLAC Stick einzeln in der 80-ml-Flasche. Laut Datenblatt reicht der Inhalt theoretisch für 2 m² Druckfläche.
Welche Eigenschaften hat der 3DLAC Stick?
Das Bindemittel ist laut Datenblatt thermoplastisch. Die aufgetragene Schicht verträgt bis 200 °C. Beim Gitterschnitttest nach ASTM D3359 erreicht sie die Stufe 4B. Das bedeutet, dass sich höchstens 5 % der Schicht vom Untergrund lösen. Die Schicht ist transparent und trägt mit 15 µm pro Auftrag kaum auf. Du kannst mehrere Schichten übereinander auftragen, der Hersteller erlaubt das ausdrücklich. Als Verdünnungsmittel dient Wasser. Deshalb löst du Reste mit einem feuchten Tuch, ohne Lösungsmittel. Laut Hersteller hält sich das Produkt länger als fünf Jahre, wenn du es richtig lagerst. Die Haftung hängt vom Material und von der Druckoberfläche ab. Der Hersteller empfiehlt deshalb, vor dem Druck mit technischen Filamenten einen Test zu machen. Welche Druckplatten er genau getestet hat, nennt das Datenblatt nicht. Laut Sicherheitsdatenblatt ist das Produkt eine farblose Flüssigkeit mit einem pH-Wert von 5 bis 6.
Welche technischen Daten hat der 3DLAC Stick?
| Hersteller | Laboratorios 3D Print S.L., Spanien |
| Inhalt | 80 ml |
| Form | Flüssigkeit in Flasche mit Schwammapplikator |
| Bindemittel | thermoplastisch |
| Farbe | transparent |
| Berührtrocken (ASTM D1640 / ISO 1517) | 15 Sekunden |
| Vollständig trocken (ASTM D1640 / ISO 1517) | 45 Sekunden |
| Trockenschichtdicke (ASTM D823 / ISO 2808) | 15 µm pro Schicht |
| Haftung Gitterschnitt (ASTM D3359 / ISO 2409) | 4B |
| Theoretische Ergiebigkeit | 2 m² |
| Hitzebeständigkeit der Schicht | 200 °C |
| Hitzebeständigkeit der Flasche | unter 100 °C |
| Verdünnung und Reinigung | Wasser |
| Haltbarkeit | über 5 Jahre |
| pH-Wert | 5 bis 6 |
Quelle: Technisches Datenblatt des Herstellers, Stand November 2024, und Sicherheitsdatenblatt des Herstellers vom 04.12.2025.
Unter welchen Bedingungen wendest du den Stick an?
| Temperatur der Druckoberfläche | 5 bis 180 °C |
| Mindesttemperatur im Raum | 8 °C |
| Maximale Luftfeuchte | 85 % |
| Mehrfacher Auftrag | möglich |
| Ablösen der Teile | bei Druckbetttemperatur unter 30 °C |
| Vor Gebrauch | schütteln |
Quelle: Technisches Datenblatt des Herstellers, Stand November 2024.
Wofür eignet sich der 3DLAC Stick?
Der Stick eignet sich für alle, die das Haftmittel gezielt und ohne Sprühnebel auftragen wollen. Weil du mit dem Schwamm direkt auf der Platte arbeitest, landet nichts auf Führungsstangen, Lüftern oder im Innenraum eines geschlossenen Druckers. Das ist der wichtigste Unterschied zum 3DLAC Sprühkleber 400 ml, der große Flächen schneller abdeckt. Den Stick nutzt du vor allem für einzelne Teile, für die Ecken großer Bauteile oder für Stellen, an denen sich ein Druck bisher gelöst hat. Als Filamente nennt der Hersteller PLA, ABS und PETG. Bei technischen Filamenten testest du die Haftung laut Hersteller vorher an einem kleinen Teil. Für Nylon gibt es das spezialisierte 3DLAC 3DNYLON Haftmittel. Wenn deine Filamente mehr Haftung brauchen, findest du mit dem 3DLAC Plus Haftspray eine Alternative aus derselben Produktfamilie. Mit der theoretischen Ergiebigkeit von 2 m² kommst du bei einer Druckplatte von 256 × 256 mm auf rechnerisch rund 30 vollflächige Aufträge.
Wie trägst du den 3DLAC Stick richtig auf?
Reinige die Druckplatte vorher, sie muss sauber und trocken sein. Schüttle die Flasche vor dem Gebrauch. Dreh sie dann um und drück den Applikator einige Sekunden sanft auf das warme Druckbett, bis etwas Haftmittel austritt. Verteile eine dünne, gleichmäßige Schicht über den Bereich, auf dem du druckst. Nach 45 Sekunden ist die Schicht laut Datenblatt trocken, dann startest du den Druck. Nach dem Druck wartest du, bis das Druckbett unter 30 °C abgekühlt ist, und nimmst das Teil erst dann ab. Hält ein Teil trotzdem fest, rät der Hersteller, es im Kühlschrank abkühlen zu lassen. Danach löst es sich laut Datenblatt mit leichtem Druck. Sammeln sich nach mehreren Drucken Rückstände an, wischst du die Platte mit Wasser ab. Lass die Flasche nicht auf dem Druckbett oder im beheizten Bauraum stehen. Die Flasche hält weniger als 100 °C aus. Schließ nach jedem Gebrauch die Kappe und lagere den Stick kühl, trocken und ohne direkte Sonne.
Welche Sicherheitshinweise gelten für den 3DLAC Stick?
Laut Sicherheitsdatenblatt enthält der Stick ein Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Diese Stoffe dienen als Konservierungsmittel und können allergische Reaktionen hervorrufen. Das Datenblatt führt dafür den Hinweis EUH208. Wenn du auf Isothiazolinone empfindlich reagierst, trägst du beim Auftragen Handschuhe. Der Hersteller weist außerdem darauf hin, dass das Produkt nicht verschluckt werden darf. Vermeide Kontakt mit Augen und Haut und bewahre die Flasche außerhalb der Reichweite von Kindern auf, der Hersteller rät von der Nutzung durch Kinder ab. Nach dem Hinweis EUH210 bekommst du das Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage. Schreib uns dafür eine E-Mail, wir schicken es dir zu. Lagere den Stick nicht zusammen mit Lebensmitteln und halte ihn von Hitzequellen fern. Gelangt Haftmittel ins Auge, spülst du laut Sicherheitsdatenblatt mindestens 10 Minuten mit klarem Wasser und suchst ärztliche Hilfe. Die Angaben stammen aus dem Sicherheitsdatenblatt vom 04.12.2025 und dem technischen Datenblatt des Herstellers.
Die technischen Angaben stammen aus dem technischen Datenblatt des Herstellers, Stand November 2024, dem Sicherheitsdatenblatt vom 04.12.2025 und den Herstellerangaben zum Produkt, Stand September 2026.
Zuletzt aktualisiert: 27.09.2026
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