3DXTech ThermaX PEKK-A
Beschreibung
3DXTech ThermaX PEKK-A – Hochtemperatur-Polymer für Funktionsbauteile
ThermaX PEKK-A ist ein Hochleistungsfilament aus der PAEK-Familie, hergestellt auf Basis des Arkema Kepstan® PEKK-Copolymers. Es richtet sich an Anwender mit Hochtemperatur-Druckern, die Bauteile mit hoher thermischer, mechanischer und chemischer Belastbarkeit fertigen – dort, wo technische Standardmaterialien wie ABS oder PC an ihre Grenzen kommen.
Auf einen Blick – Deine Vorteile:
- Thermisch belastbar: Glasübergang bei 162 °C und Schmelzpunkt bei 335 °C – Bauteile bleiben auch bei dauerhaft hohen Einsatztemperaturen formstabil.
- Handhabbarer als PEEK: Laut 3DXTech deutlich einfacher zu verarbeiten als PEEK, mit breitem Verarbeitungsfenster von 345–375 °C – das verschafft Spielraum bei der Düsentemperatur.
- Flammwidrig nach UL94 V-0: inhärent flammhemmend bei geringer Rauchentwicklung – relevant für Anwendungen mit Brandschutzanforderungen.
- Chemisch beständig: hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Medien, wodurch sich Halterungen und Bauteile im Anlagen- und Laborumfeld einsetzen lassen.
- Definierte Verarbeitung: 1,75 mm Durchmesser, 700 g Spulengewicht, Farbe Schwarz – planbare Materialmengen für Kleinserien und Prototypen.
Temperaturbeständigkeit im Detail
3DXTech gibt für ThermaX PEKK-A eine Dauergebrauchstemperatur (CUT) von 260 °C an. Damit liegt das Material klar oberhalb von PC oder PA und eignet sich für Bauteile in heißer Umgebung.
Druckumgebung und Vorbereitung
Empfohlen sind ein Heizbett mit 120–140 °C sowie eine beheizte Bauraumkammer von 70–150 °C. Als Haftgrund nennt der Hersteller Nano Polymer Adhesive oder Polyimid-Tape; vor dem Druck sollte das Filament 4 Stunden bei 120 °C getrocknet werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich PEKK-A auf einem normalen Desktop-Drucker verarbeiten?
In der Regel nicht. Nötig sind ein Hotend für 345–375 °C, ein Heizbett bis 140 °C und möglichst eine beheizte Kammer. Ohne diese Ausstattung sind Verzug und Schichthaftungsprobleme wahrscheinlich.
Wie unterscheidet sich PEKK-A von PEKK-C?
PEKK-A basiert auf dem 60/40-Copolymer und ist überwiegend amorph. Wer Bauteile nachträglich tempern und dabei Kristallinität erzeugen möchte, sollte laut 3DXTech stattdessen zu ThermaX PEKK-C aus dem 70/30-Copolymer greifen.
Was bringt Spannungsarmglühen nach dem Druck?
Es baut druckbedingte Eigenspannungen ab und verbessert mechanische Eigenschaften, Maßhaltigkeit und Chemikalienbeständigkeit des fertigen Teils. Eine Kristallisation wird bei PEKK-A dadurch nicht ausgelöst.
Welche Stützstruktur eignet sich?
Für komplexe Geometrien empfiehlt der Hersteller das ausbrechbare ThermaX HTS High-Temp-Stützmaterial.
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