Polymaker ASA Filament
Beschreibung
Polymaker ASA ist ein ASA-Filament für Bauteile, die Wärme und Witterung ausgesetzt sind. Laut Hersteller ist es eine Alternative zu ABS mit verbesserter Witterungs- und UV-Beständigkeit. Laut technischem Datenblatt druckst du es bei 230 bis 260 °C Düsentemperatur und 75 bis 95 °C Druckbetttemperatur mit 50 bis 200 mm/s. Der Bauteillüfter bleibt aus und du brauchst ein geschlossenes Gehäuse, damit sich die Teile nicht verziehen. Die Glasübergangstemperatur liegt bei 98 °C, die Vicat-Erweichungstemperatur bei 105 °C. Die Zugfestigkeit beträgt 43,8 MPa, die Kerbschlagzähigkeit nach Charpy 10,3 kJ/m². Beim Filamentkontor bekommst du Polymaker ASA in mehreren Farben und als 1-kg-, 3-kg- und 5-kg-Spule. Die Werte stammen aus Messungen des Herstellers an Probekörpern. Dein Ergebnis hängt von Drucker, Gehäusetemperatur und Spulenzustand ab. ASA ist ein Styrol-Kunststoff. Sorge deshalb für gute Belüftung des Raums und trockne die Spule bei 70 °C für 7 Stunden, bevor du mit dem Druck beginnst.
Welche Materialeigenschaften hat Polymaker ASA?
ASA ist wie ABS ein Styrol-Werkstoff, soll sich aber laut Hersteller bei Bewitterung besser verhalten. Die Wärmeformbeständigkeit beträgt 103 °C bei 0,45 MPa und 100 °C bei 1,8 MPa. Damit liegt sie auf dem Niveau des PolyLite ABS des Herstellers (100 °C bei 0,45 MPa). Beim Vergleich der Herstellerübersicht fällt ein Unterschied auf. Polymaker ASA erreicht 43,8 MPa Zugfestigkeit gegenüber 33,4 MPa beim PolyLite ABS, die Kerbschlagzähigkeit ist mit 10,3 kJ/m² aber niedriger als bei PolyLite ABS mit 18 kJ/m². Das Material ist also fester, aber weniger schlagzäh.
Die Schichthaftung ist die Schwachstelle. Die Zugfestigkeit sinkt von 43,8 MPa in X-Y-Richtung auf 32 MPa in Z-Richtung, die Bruchdehnung von 6,7 auf 1,65 Prozent. Die Probekörper des Herstellers wurden bei 90 °C Umgebungstemperatur gedruckt. Ein warmes Gehäuse hilft gegen Verzug und verbessert die Verbindung der Schichten.
Zur chemischen Beständigkeit nennt der Hersteller: Gut gegenüber schwachen Säuren, schwachen Laugen sowie Ölen und Fetten, mäßig gegenüber starken Laugen, schlecht gegenüber starken Säuren.
Welche technischen Daten hat Polymaker ASA?
| Eigenschaft | Prüfnorm bzw. Methode | Wert |
|---|---|---|
| Dichte | ISO 1183 | 1,13 g/cm³ bei 23 °C |
| Schmelzindex | 220 °C, 10 kg | 25 g/10 min |
| Glasübergangstemperatur | DSC, 10 °C/min | 98 °C |
| Vicat-Erweichungstemperatur | ISO 306 | 105 °C |
| Wärmeformbeständigkeit HDT bei 0,45 MPa | ISO 75 | 103 °C |
| Wärmeformbeständigkeit HDT bei 1,8 MPa | ISO 75 | 100 °C |
| Zugfestigkeit X-Y | ISO 527 | 43,8 ± 0,8 MPa |
| Zugfestigkeit Z | ISO 527 | 32 ± 1,8 MPa |
| Bruchdehnung X-Y | ISO 527 | 6,7 ± 0,6 % |
| Bruchdehnung Z | ISO 527 | 1,65 ± 0,2 % |
| Zug-E-Modul X-Y | ISO 527 | 2379 ± 157 MPa |
| Biegefestigkeit X-Y | ISO 178 | 73,4 ± 2,1 MPa |
| Biege-E-Modul X-Y | ISO 178 | 3206 ± 108 MPa |
| Kerbschlagzähigkeit Charpy X-Y | ISO 179 | 10,3 ± 0,4 kJ/m² |
| Kerbschlagzähigkeit Charpy Z | ISO 179 | 6,7 ± 1,4 kJ/m² |
Quelle: Technisches Datenblatt des Herstellers, abgerufen am 02.10.2026. Die Probekörper wurden mit 260 °C Düsentemperatur, 90 °C Bett, 90 °C Umgebungstemperatur, 100 % Füllung und ausgeschaltetem Lüfter gedruckt. Die Werte sind typische Angaben zur Orientierung und keine Konstruktionsgrundlage.
Welche Druckparameter empfiehlt Polymaker für ASA?
| Parameter | Empfehlung des Herstellers |
|---|---|
| Düsentemperatur | 230 bis 260 °C |
| Druckbetttemperatur | 75 bis 95 °C |
| Druckoberfläche | PC-Platte oder texturiertes PEI, bei Bedarf mit Klebestift |
| Bauteillüfter | aus |
| Druckgeschwindigkeit | 50 bis 200 mm/s |
| Rückzugslänge | 1 bis 3 mm |
| Rückzugsgeschwindigkeit | 20 bis 40 mm/s |
| Geschlossenes Gehäuse | nötig, mit erhöhter Umgebungstemperatur |
| Trocknung | 70 °C für 7 Stunden |
Werte bezogen auf eine 0,4-mm-Düse. Bei anderen Düsendurchmessern können die Einstellungen abweichen.
Wofür eignet sich Polymaker ASA?
Aus den Kennwerten ergeben sich Einsatzgebiete wie Gehäuse, Halterungen und Abdeckungen, die Wärme bis etwa 100 °C ausgesetzt sind oder im Freien liegen. Der Hersteller bewirbt die UV-Beständigkeit, eine konkrete Prüfung dafür enthält das Datenblatt nicht. Für Teile mit hoher Schlagbelastung ist ein schlagzäheres Material sinnvoller.
Was solltest du beim Drucken von ASA beachten?
Drucke in einem geschlossenen Gehäuse und lasse den Bauteillüfter aus. Trockne die Spule vor dem Druck bei 70 °C für 7 Stunden. Sorge für gute Belüftung des Raums, denn beim Drucken von Styrol-Kunststoffen entstehen Dämpfe. Lasse große Teile im Gehäuse langsam abkühlen. Die Werte auf dem Etikett deiner Spule haben Vorrang vor dem Datenblatt. Bei Fragen zu den Einstellungen hilft dir unser Team per E-Mail.
Zuletzt aktualisiert: 02.10.2026
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