Smart Print PLA+ für stabile und belastbare Druckteile
Beschreibung
Smart Print PLA+ ist ein PLA-Filament mit 1,75 mm Durchmesser für FDM-Drucker, das der Hersteller auf mehr Zähigkeit und bessere Schichthaftung ausgelegt hat. Gegenüber Standard-PLA nennt Smart Print eine höhere mechanische Belastbarkeit, eine gute Maßhaltigkeit und eine geringe Neigung zum Verziehen. Die Oberfläche ist laut Datenblatt glatt und leicht glänzend. Du druckst Smart Print PLA+ bei 190 bis 220 °C an der Düse und 25 bis 60 °C am Druckbett. Der Hersteller empfiehlt dafür 30 bis 70 mm/s und einen Klebestift auf PEI- oder Glasplatten. Ein geschlossener Bauraum ist nicht nötig, das Filament läuft auf den meisten Druckern, die für PLA ausgelegt sind. Beim Filamentkontor bekommst du Smart Print PLA+ auf 1-kg-Spulen in 13 Farben: Schwarz, Weiß, Grau, Silber, Transparent, Rot, Orange, Gelb, Grün, Lila, Pink, Braun und Sandgold. Für alle Farben gelten dieselben Druckwerte.
Was unterscheidet PLA+ von normalem PLA?
PLA+ ist keine genormte Materialbezeichnung. Jeder Hersteller versteht darunter eine eigene Rezeptur, meist ein PLA mit Zusätzen für mehr Zähigkeit. Smart Print beschreibt sein PLA+ als zäher und fester als Standard-PLA, mit besserer Haftung zwischen den Schichten und gleichmäßigem Materialfluss. Messwerte zu Zugfestigkeit, Bruchdehnung oder Schlagzähigkeit enthält das Datenblatt nicht. Wie groß der Unterschied zu normalem PLA ausfällt, lässt sich deshalb nicht in Zahlen angeben. Für dich heißt das: Plane PLA+ für Teile ein, bei denen normales PLA knapp an seine Grenze kommt, etwa Halterungen, die gelegentlich einen Stoß abbekommen. Für dauerhaft belastete oder warme Teile ist es kein Ersatz für PETG oder ASA. In der Wärme verhält sich PLA+ laut Hersteller wie PLA und wird ab etwa 60 °C weich. Beim Druck bleibt es unkompliziert. Du brauchst keine gehärtete Düse, keine Einhausung und kein beheiztes Gehäuse. Die Temperaturen liegen im üblichen PLA-Bereich, dein vorhandenes PLA-Profil ist ein guter Startpunkt.
Welche technischen Daten hat Smart Print PLA+?
| Hersteller | Smart Print |
| Material | PLA+ |
| Durchmesser | 1,75 mm |
| Nettogewicht | 1 kg |
| Oberfläche | glatt, leicht glänzend |
| Erweichung | ab etwa 60 °C |
| Geruch beim Druck | geruchsarm |
| Feuchtigkeit | hygroskopisch, trocken lagern |
| Farben beim Filamentkontor | 13 |
| Mechanische Messwerte | vom Hersteller nicht veröffentlicht |
| Dichte | vom Hersteller nicht veröffentlicht |
Quelle: Technisches Datenblatt des Herstellers, Stand September 2026. Durchmesser, Gewicht und Farben aus unseren Artikeldaten.
Mit welchen Einstellungen druckst du Smart Print PLA+?
| Düsentemperatur | 190 bis 220 °C |
| Druckbetttemperatur | 25 bis 60 °C |
| Druckoberfläche | PEI oder Glas |
| Vorbehandlung Druckbett | Klebestift |
| Bauteillüfter | an, mittlere Leistung |
| Druckgeschwindigkeit | 30 bis 70 mm/s |
| Rückzugslänge | 7 mm |
| Rückzugsgeschwindigkeit | 20 mm/s |
| Abstand Raft zu Bauteil | 0,2 mm |
| Geschlossener Bauraum | nicht erforderlich |
Werte bezogen auf eine 0,4-mm-Düse. Quelle: Technisches Datenblatt des Herstellers, Stand September 2026.
Wie passt du die Druckwerte an deinen Drucker an?
Die Werte im Datenblatt sind eher vorsichtig gewählt. Die Geschwindigkeit von 30 bis 70 mm/s liegt deutlich unter dem, was aktuelle Schnelldrucker fahren. Wenn du schneller druckst, erhöhst du die Düsentemperatur in Richtung 220 °C, damit das Filament vollständig aufschmilzt. Taste dich in kleinen Schritten heran und prüfe die Schichthaftung an einem Testteil. Die Rückzugslänge von 7 mm passt zu Druckern mit Bowden-Extruder, bei denen das Filament durch einen langen Schlauch läuft. Bei einem Direktextruder ist das zu viel. Dort übernimmst du den Rückzugswert aus deinem PLA-Profil. Beim Lüfter empfiehlt Smart Print eine mittlere Leistung statt Vollgas. Zu starke Kühlung kann laut Hersteller die Schichthaftung schwächen, zu schwache Kühlung verschlechtert die Oberfläche. Bei kleinen Teilen und Überhängen erhöhst du die Lüfterleistung, bei großen, flachen Teilen senkst du sie. Für die Haftung nennt der Hersteller einen Klebestift auf PEI oder Glas. Beachte zuletzt die Hinweise auf dem Spulenetikett. Laut Datenblatt haben diese Angaben Vorrang.
Wofür eignet sich Smart Print PLA+?
Der Hersteller nennt Prototypen, Funktionsteile, Deko-Objekte und künstlerische Modelle als Einsatzbereiche. Durch die höhere Zähigkeit passt PLA+ zu Gehäusen, Halterungen, Adaptern, Werkzeughaltern und Ersatzteilen im Innenbereich. Die geringe Neigung zum Verziehen hilft bei großen, flachen Teilen auf offenen Druckern. Mit 13 Farben deckst du auch Mehrfarbdrucke und farbige Kennzeichnungen ab. Transparent eignet sich für Lampenschirme und Abdeckungen, bei denen Licht durchscheinen soll. Ganz klar durchsichtig wird ein FDM-Druck dabei nicht. Silber und Sandgold geben Deko-Objekten einen metallischen Farbton. Grenzen setzt die Wärme. Ab etwa 60 °C wird PLA+ weich, im Auto, auf der Fensterbank in der Sonne oder neben der Heizung verformen sich Teile. Für solche Einsätze nimmst du besser Smart Print PETG. Auch für Teile, die dauerhaft unter Last stehen oder sich oft biegen müssen, ist PETG die bessere Wahl. Zur Lebensmitteltauglichkeit macht der Hersteller keine Angaben. Nutze gedruckte Teile deshalb nicht für Geschirr, Becher oder Ausstechformen.
Wie lagerst und trocknest du Smart Print PLA+?
Smart Print PLA+ nimmt wie jedes PLA Feuchtigkeit aus der Luft auf. Feuchtes Filament zeigt sich laut Hersteller durch Fäden zwischen den Bauteilen, Bläschen an der Oberfläche und ungleichmäßige Extrusion. Das kann auch die Schichthaftung schwächen. Der Hersteller empfiehlt, das Filament vor dem Druck zu trocknen, vor allem wenn die Spule länger offen lag. Dafür nutzt du einen Filamenttrockner oder einen Umluftofen mit genauer Temperaturregelung. Offene Wärmequellen und zu hohe Temperaturen verformen die Spule. Eine konkrete Temperatur und Dauer nennt das Datenblatt nicht. Halte dich deshalb an das PLA-Programm deines Trockners und bleib deutlich unter der Erweichungstemperatur von etwa 60 °C. Nach dem Trocknen lagerst du die Spule in einem dicht schließenden Behälter mit Trockenmittel. Das gilt besonders in feuchten Räumen wie Keller oder Garage. Auch fertige Teile bewahrst du nicht in direkter Sonne oder in der Nähe von Heizkörpern auf. Den Drucker betreibst du laut Hersteller in einem gut belüfteten Raum, auch wenn PLA+ beim Druck geruchsarm ist.
Die technischen Angaben stammen aus dem technischen Datenblatt des Herstellers für Smart Print PLA+, Stand September 2026.
Zuletzt aktualisiert: 28.09.2026
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